aktuell

 

Selfie Luebeck

 

Ich und mein Selfie

Flyer-Selfie-Hightlights


PLAKAT_IDA_KERKOVIUS_A1 - final

Ida Kerkovius „Sie ist ganz Kunst“


aNKÜNDIGUNGEN FÜR 2019

Traumstadt. Lyonel Feininger und seine Dörfer

Kunsthaus Apolda Avantgarde, 15.9.-15.12.2019

Feininger_Bruecke-IV_KirchnerMuseumDavos
Brücke IV (Brücke in Weimar) 1918 Öl auf Leinwand 63 x 90 cm Hess 191, Kirchner Museum Davos, Stiftung Baumgart-Möller

© Kirchner Museum Davos

 

Der deutsch-amerikanische Künstler Lyonel Feininger (1871-1956) gehörte zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Beeinflusst von Kubismus und Futurismus entwickelte er als Lehrer und Künstler am Weimarer und Dessauer Bauhaus eine kristalline, transparente Lichtmalerei, in deren Mittelpunkt Architektur und Formkonstruktion stehen. Doch auch in realistischen und phantastisch-skurrilen Großstadtszenen und Dorfansichten schlägt sich die Beschäftigung Feiningers mit urbanem und dörflichem Leben nieder. Feininger war in New York und in Connecticut aufgewachsen und kam 1887 mit 16 Jahren nach Europa und ins wilhelminische Kaiserreich Deutschland. 1906 entdeckte er die Dörfer des Weimarer Landes. Hier wie in Berlin und Paris entstanden Zeichnungen von Häuserzeilen, Viadukten oder Eisenbahnbrücken, die ihm als Vorlagen für die im Auftrag der amerikanischen Zeitung Chicago Sunday Tribune entstandenen Comic-Strip-Serien und für Gemälde dienten.
Der Veränderung der Städte begegnete Feininger dabei skeptisch und thematisierte Gefahren für Mensch und Tier. Darin ist nicht zuletzt sein Bemühen abzulesen, seinen Darstellungen den nostalgischen Anstrich einer alten Zeit zu verleihen, der auch nach seiner endgültigen Rückkehr nach New York im Jahre 1937 im Fokus steht. Sie sind Ausdruck seines romantischen Wunsches, eine „alte“ Welt zu erhalten, die sich zunehmend gegen Verstädterung, Massengesellschaft und technischen Fortschritt behaupten musste.
Die Ausstellung Traumstadt – Lyonel Feininger und seine Dörfer untersucht zum ersten Mal Feiningers 50 Jahre währende Auseinandersetzung mit Dörflichkeit und Urbanität und seine Vorstellung einer „alten“ und „neuen“ Welt im Kontext zunehmender Industrialisierung und Verstädterung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Präsentiert werden über 100 Comic-Strips, Naturnotizen, Aquarelle, Druckgrafiken und Gemälde aus den Jahren 1906 bis 1955, die als Leihgaben von internationalen und renommierten Museen aus den USA, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland zur Verfügung gestellt werden, wie der Phillips Collection in Washington, des Solomon R. Guggenheim Museums, New York, des North Carolina Museum of Art, Raleigh, The Frederick R. Weisman Art Museum, University of Minnesota, Minneapolis, von Marlborough Fine Arts, London, dem Kirchner Museum in Davos, den Staatlichen Museen zu Berlin, dem Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, den Staatlichen Kunstsammlungen Chemnitz, der Feininger-Galerie in Quedlinburg sowie von zahlreichen Privatsammlungen. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit 190 Seiten.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.